Unsere Projekte

Unsere Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit: Ein chronologischer Überblick

2017

  • Die Film-AG in Mettmann und Erkrath

Durch eine Landes-MSO-Förderung für Ende 2017 und 2018 haben wir nun den Auftakt für eine neue Film-AG ins Leben rufen können. Nun unter neuer Leitung (Dominik Siebel muss uns leider verlassen) und unter einem neuen Thema.

Die Film-AG ist ein regelmäßig stattfindendes Angebot, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene, sowohl mit wie auch ohne Migrationshintergrund, unter Anleitung eines professionellen Dozenten Kurzfilme zu verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Techniken produzieren und eigene Ideen kreativ verwirklichen können.

In den ersten Terminen lernen sich die TeilnehmerInnen spielerisch kennen, indem Improvisationsspiele zu Schauspielerei und Theater erprobt werden. Außerdem werden erste Ideen für einen Film zusammengetragen und in ein „Storyboard“ eingearbeitet. Hierbei lernen die Jugendlichen bereits durch die unterschiedliche Wirkung ihres Erscheinungsbildes und dem Zusammenwirken innerhalb der Gruppe ihre eigene Persönlichkeit zu reflektieren und zu stärken. Durch das Erstellen eines gemeinsamen Storyboards werden bereits erste Ergebnisse sichtbar und der Filmprozess bereits ein Stück greifbarer.

Zwischen den Filmsequenzen werden immer wieder Termine eingeschoben, in denen am Computer geschnitten und gearbeitet wird, wie auch „Special Effects“ eingebaut. Bei der gemeinsamen Tätigkeit am Computer können die bereits gedrehten Filmszenen angeschaut werden, sodass der Prozess des Filmens nicht abstrakt bleibt.

Schließlich können die TeilnehmerInnen sich mit gesellschaftlichen, politischen oder kulturellen Themen auseinandersetzen, die sie inhaltlich im Film wiedergeben. Hierbei werden in der Gruppe Themen diskursiv behandelt (bspw. Drogen, Gewalt, Homosexualität), die im schulischen oder familiären Umfeld keinen oder nur wenig Raum erlangen (können/dürfen). Die Jugentlichen befassen sich daher in der spielerischen Auseinandersetzung in der Gruppe mit den Orientierungswerten, ihren eigenen Rechten und Pflichten in Deutschland bzw. im Unterschied zu ihren Herkunftsländern.

Nach Beendigung eines Filmes kommen alle Jugendlichen zusammen, um den Film (natürlich mit Popcorn und Leinwand für eine Kinoatmosphäre) gemeinsam anzuschauen. Jede/r TeilnehmerIn erhält anschließend eine Version des Films als DVD.

Die Film-AG findet immer donnerstags von 16:00-19:00 Uhr in unserem Vereinsheim in der Elberfelder Str. 48 statt. Bereits kommende Woche, 16.11., startet die AG.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die AG ist völlig kostenlos und ein offenes Angebot ohne Teilnahmeverpflichtung zu allen Terminen.

Das Projekt wird gefördert durch das Kompetenzzentrum für Integration der Bezirksregierung Arnsberg (Zuwendungen für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten gem. RdErl. des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales).

  • Das Kreativcafé in Mettmann und Erkrath

Das Kreativcafé ist ein wöchentlich stattfindendes Angebot, das einen Begegnungsort schafft, um kreativ zu werden und sich auszutauschen.

TeilnehmerInnen mit und ohne Migrationshintergrund (Geflüchtete, Senioren, Familien und Einheimische) können sich in der wöchentlich stattfindenden Kreativwerkstatt treffen, um in familiärer Atmosphäre zu basteln und sich künstlerisch auszutoben. Ob Upcycling (Wegwerfprodukte werden künstlerisch wieder aufgewertet), Geschenkideen, Dekorationsgegenstände, und vieles mehr … – Klein und Groß werkeln gemeinsam an verschiedenen Projekten unter Anleitung einer ausgebildeten Künstlerin.
Mit wenigen Mitteln werden Dekorations- und Geschenkideen umgesetzt, sodass ein extrem großer ideeller Mehrwert geschaffen wird. Das Kreativcafé arbeitet viel mit Recyclingmaterialien und „Wegwerf-Produkten“, sodass die TeilnehmerInnen für Nachhaltigkeit und dem bewussten Umgang mit der Umwelt sensibilisiert werden.

Die individuelle Selbstverwirklichung durch kreative Arbeitsprozesse ist insbesondere für Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Aspekt zur geistigen Entwicklung. Aber auch den erwachsenen TN wird durch das kreative Schaffen von Produkten und das Setzen eigener Ziele während des Arbeitsprozesses das Selbstbewusstsein gestärkt, wenn sie auf ihre Erfolge im Kreativcafé blicken können und diese beispielsweise zu Sommer- oder Winterfesten ausstellen.

Der Nachmittag dient zum Austausch, dem Knüpfen und Festigen neuer Kontakte und nicht zuletzt dem Vertiefen/Anwenden der sprachlichen Fähigkeiten.

Das Projekt wird gefördert durch das Kompetenzzentrum für Integration der Bezirksregierung Arnsberg (Zuwendungen für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten gem. RdErl. des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales).

In Mettmann: immer montags von 16-19 Uhr in den Räumlichkeiten des IKZ, Elberfelder Str. 48

2016

  • „Zeig mir die Schatze meines Kreises“
    Das Sommerferienprogramm des IKZ e.V. im Kreis Mettmann
    Auch in diesem Jahr hat das Integration- Kulturzentrum e.V. im Kreis Mettmann Familien ein abwechslungsreiches aber auch lehrreiches Ferienprogramm ermöglicht. An 9 Tagen der letzten Ferienhälfte haben 16 Kinder im Alter von etwa 6-12 Jahren und mit unter- schiedlichster kultureller Herkunft zusammen gespielt und gelernt, neue Freundschaften geknüpft und die verschiedensten Sehenswürdigkeiten des Kreis Mettmann besucht.
    Durch die Erlebnisse im Planetarium (Erkrath-Hochdahl), bei der Führung sowie der Werk- statt im Neanderthal-Museum, im Industriemuseum (Solingen) und bei der Wasserburg „Haus Graven“ konnten die Kinder in einer spielerischen Atmosphäre viel über die Geschichte und Natur des Kreises erfahren.
    Als absolutes Highlight rundeten das Laserspiel mit viel Action im Spielzentrum „Funky Town“, sowie die Theateraufführung „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ in Ratingen die sehenswerten und aufschlussreichen Ferientage ab.Nicht zuletzt konnten sich die Kinder bei der Kreispolizeibehörde in Mettmann in die Rolle eines Polizeibeamten hineinversetzen und auch die – zugegebenermaßen – viel zu große Dienstkleidung anprobieren oder ein Polizeiauto von Innen inspizieren.
    Die Abwechslung zwischen Kultur und Spaß von morgens bis abends ergänzte die letzten Ferientage der schließlich zufriedenen und müden Kinder.
    Weitere Veranstaltungen können Sie jederzeit auf unserer Internetseite nachlesen:
    www.ikz-kreis-me.de    Komplettbericht (pdf)

 

  • Elternveranstaltung im Rahmen des Projektes „Kultur pro aktiv“
    Am 26.06.16 organisierte das Integration-Kulturzentrum e.V. im Kreis Mettmann, gefördert durch das Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, eine Elternbeteiligungsveranstaltung im Rahmen des Projektes „Kultur pro aktiv“.

 

2014

  • Ausstellung und Konferenz ,,Die Deutschen in St. Petersburg“ in Mettmann,  Erkrath, Padeborn.
  • Konferenz ,,Deutsche in und aus Russland als Mittler zwischen den Völkern“, Düsseldorf, GHH, 28. Juni 2014

 

2013

In der Arbeit mit Kindern wird das neue Projekt Integration durch Märchen und Improvisationsspiele forciert. Es führt ein eigenes Theaterstück – ,,Die goldene Fliege“ – auf. Ebenso startet das neue Projekt Freude an Musik, Gesang und Tanz erfolgreich. Auch die Arbeit mit Eltern wird intensiviert – es finden Englischsprachkurse und Vorträge (z. B. zum Thema Zweisprachigkeit) statt.

2012

Die beiden Projekte ,,Kindermärchentheater“ und ,,Kreative Entwicklung und musikalische Förderung“ für Schulkinder aus allen Kulturkreisen werden erfolgreich durchgeführt und dauern bis 2013 an. Das Märchentheater gewinnt Preise und wird in der Presse gelobt.

Beide Vorhaben dienen der Stärkung des Selbstbewusstseins, der Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit von benachteiligten Kindern. Durch künstlerische Expression können sie sich entfalten, sich selbst und andere wahrnehmen, solidarisch sein und ihre Bedürfnisse artikulieren.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen tritt als Förderer, die Städte Erkrath und Mettmann als Unterstützer auf.

2010

Fröhliche Kinder und starke Eltern liegen uns am Herzen – deshalb startet das ,,Eltern Café“, das vom Land NRW gefördert wird. Hier werden in gemütlicher Runde ungezwungen und gleichberechtigt Erziehungsfragen besprochen.

2009

An die Kleinsten richtet sich die neue Kindergruppe ,,Karussell“, an ihre Eltern die Multiplikatoren-Schulungen in Bildungs- und Erziehungsfragen, womit die erfolgreiche Kooperation mit der AWO Mettmann fortgesetzt wird.

2008

Auch 2008 finden zahlreiche Kultur-Projekte für Kinder statt (Kinderproben, Ferienprogramm, Weihnachtsfeier). Die Eltern sollen ebenfalls gestärkt werden – zusammen mit der AWO Mettmann kümmern wir uns um die Stärkung von Erziehungskompetenzen von Migranteneltern.

2007

Wir fördern intensiv unsere Zukunft – Kinder. Mit Nachhilfe, einem kreativen künstlerischen Ferienprogramm und dem Neujahresfest sorgen wir für ein gelungenes, kindgerechtes Angebot.

2006

Für die Kinder gibt es einen Kinderchor und Kinderfeste, für die Jugendlichen ein Internet-Café und einen Tanzkreis (in Kooperation mit dem Jugendhaus Mettmann). Sportangebote (zusammen mit der Realschule Goethestrasse in Mettmann), PC- und Sprachkurse runden das Programm für die Heranwachsenden ab.

 

Unsere Projekte: Die Höhepunkte im ersten Halbjahr 2014

KULTUR MACHT STARK: ICH BIN HIER

Im April – Mai führte das Integration-Kulturzentrum e.V. im Kreis Mettmann ein neues kulturelles Projekt für Kinder zwischen 10 und 16 Jahren aus sozial benachteiligten Familien, mit und ohne Migrationshintergrund, durch. Das Projekt wurde vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Teilnahme am Projekt war vollkommen kostenfrei!

Im Projekt ging es darum, das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu stärken – mit den Mitteln von Theater, Kunst und Musik

Während ganztägiger Workshops in Erkrath und Mettmann spielten Kinder mit tunesischem, polnischem, marokkanischem, türkischem Migrationshintergrund und Kinder ohne Zuwanderungsgeschichte Theater, musizierten und hatten ganz viel Spaß!

Insgesamt nahmen über 20 Kinder am Projekt teil.

Die Workshops wurden von qualifizierten und erfahrenen Fachkräften durchgeführt –             Frau Kalimon (Leiterin der Schule für Musik und Gestaltung, Mettmann) und Frau Gerber (Theaterpädagogin aus Duisburg).

 

EUropa und ich: Warum wir einander brauchen

Im Mai begann dieses Projekt der politischen Bildung für Jugendliche insbesondere mit Migrationshintergrund. Gefördert vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, nahmen über 14 Jugendliche im Alter von 18-24 Jahren vom Berufskolleg Niederberg aktiv am von einer qualifizierten Fachkraft (Anton Friesen, Politikwissenschaftler) durchgeführten Seminaren zur Europäischen Integration, ihren Grundzügen und ihrer Bedeutung für unseren Alltag, teil. Als krönenden Abschluss gab es am 09. Mai (Europatag) in Mettmann eine von den Massenmedien begleitete Podiumsdiskussion mit Herrn Herbert Reul, MdEP (CDU/CSU), dem Vorsitzenden der CDU/CSU Gruppe im Europäischen Parlament und damit einem der bekanntesten deutschen Europaabgeordneten überhaupt. Herr Reul beantwortete die von den Jugendlichen selbst vorbereiteten Fragen, die von A wie Arbeit bis U wie Ukraine reichten

(siehe: E. Hövermann: Von A wie Arbeit bis U wie Ukraine. Rheinische Post, 10.05.2014,                 S. 38.)

Ausstellung Deutsche in St. Petersburg und Konferenz: Deutsche in und aus Russland als Mittler zwischen den Völkern

Dieses deutsch-russische Projekt – das Integration-Kulturzentrum e.V. im Kreis Mettmann als Träger und das Deutsch-russische Begegnungszentrum an der Petrikirche St. Petersburg als Partner – wurde von der Bezirksregierund Düsseldorf gefördert.

Es begann im Januar 2014 und endete mit der großen Abschlusskonferenz im Herzen von Düsseldorf am 28. Juni 2014.

Die Ausstellung entstand in Russland unter fachmännischer Leitung von Prof. Dr. Smagina aus St. Petersburg und wurde von der deutschen Bundesregierung und dem Auswärtigen Amt gefördert. Sie stellt die herausragenden kulturellen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Leistungen der Deutschen in der ehemaligen Reichshauptstadt St. Petersburg vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert dar, thematisch geordnet und interkulturell-zweisprachig. Unsere Partner vom DRB überließen uns die Materialien, auf deren Basis wir die Plakate erstellten. Schließlich stellten Ehrenamtliche des IKZ Plakatständer her.

Damit ist die Ausstellung mobil und kann landesweit gezeigt werden. Sie wurde bereits in Erkrath (Seniorentreff Johanitterhaus am 27. April 2014, Stadtbibliothek Erkrath vom 10.-16. Juni unter Anwesenheit des Bürgermeisters, der stellvertretenden Bürgermeisterin und der Direktorin der Stadtbibliothek), in Mettmann, in Paderborn (unter Anwesenheit und mit einem Grußwort des stellvertretenden Landrats, Herrn Schmitz) und im Herzen Düsseldorfs (Gerhart Hauptmann Haus, 26.-28. Juni) dem breiten Publikum präsentiert. Insgesamt beläuft sich die Besucherzahl auf rund 100 Personen.

Die Konferenz als große Abschlussveranstaltung fand mit zwei renommierten Historikerinnen aus Russland, nämlich der genannten Frau Prof. Dr. Smagina, Frau Prof. Dr. Ilarionowa und schließlich Frau Bijagowa als Leiterin der Kultur- und Bildungsprojekte beim DRB statt.

Unter Anwesenheit von zahlreichen Kommunalpolitikern aus dem gesamten Kreis Mettmann, Vertretern von Migrantenselbstorganisationen, und Frau Gräfin zu Dohna als Repräsentantin des MAIS hielten die genannten russischen Gäste auf Einladung, unter Trägerschaft und dank der Koordination des IKZ e.V. gelungene und informative Vorträge über die historischen Leistungen der Deutschen in Russland unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Deutschen als Brückenbauer. Von deutscher Seite betonte Frau Dr. Neufeld, Direktorin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, anhand historischer Beispiele wie dem berühmten Sprachwissenschaftler Dal’ die großen kulturellen Verdienste der Deutschen in Russland für die russische Kultur. Im Zusammenhang mit den Russlanddeutschen sprach sie von einer ,,collagenartigen Identität“, die das Beste aus zwei Welten verbindet.

Schließlich fand zum Abschluss die von Frau Wehner (FiBB e.V., Bonn) moderierte Abschlussdiskussion mit den russischen Gästen und Frau Neufeld statt.

Ein rundum gelungener Konferenztag in der pulsierenden Mitte der Landeshauptstadt Düsseldorf.

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